udpate - Informationstechnologie aus einer Hand
deutsch
english
Zurück zur Startseite
Zurück zur Startseite
ERP Business Software für die gesamte textile Kette
update texware GmbH> News / Events> Veröffentlichung ADO
Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Der große Wurf - IT mit Goldkante

Die ADO Gardinenwerke verabschieden sich von Individualsoftware

Jürgen Wasem-Gutensohn

Bei der Modernisierung ihrer Warenwirtschaft und Produk-tionssteuerung haben sich die ADO Gardinenwerke in Aschendorf im Emsland für texware/CS der update texware GmbH aus Kulmbach entschieden. Die mit Progress-Technologien erstellte Branchensoftware ersetzt eine Individuallösung, entwickelt auf einem iSeries-System. In der gesamten Auftragssteuerung kann ADO heute deutlich flexibler auf Kundenanforderungen reagieren und steigert so seine Wettbewerbsfähigkeit. Wirtschaftlich steht ADO auf gesunden Füßen - und das in der Heimtextilienbranche, die seit Jahren schrumpft. Das gelingt nicht zuletzt durch stetige Rationalisierung und Modernisierung in allen Bereichen. Am Firmensitz in Aschendorf im Emsland betreibt das Unternehmen auf einer Fläche von rund 30 Fußballfeldern eine der größten Gardinenfabriken weltweit.

Im Stammwerk Aschendorf sind alle modernen Herstellungstechnologien für die Produktion von Gardinen und Dekorationsstoffen unter einem Dach vereint, unter anderem auch die Stickerei.

Hier werden Heimtextilien, Deko- und Möbelstoffe produziert - insgesamt 50.000 unterschiedliche Artikel. Eigenen Angaben zufolge bietet ADO als weltweit einziger Hersteller eine vollstufige Wertschöpfungskette - vom Garn über den Stoff bis zur fertigen konfektionierten Gardine. Vor einigen Jahren bereits hatte ADO mit dem Entwurf neuer »Stilwelten« auf Veränderungen im Verbraucherverhalten reagiert. Parallel dazu brachte ADO auch seine Organisation, die Kernprozesse und die IT auf den neuesten Stand. Eine integrierte Software für die zentralen Prozesse in Fertigung, Logistik und Vertrieb. Die wesentlichen Vorgaben dazu kamen von der Geschäftsleitung.

Gerald Jungeblut, der Bereichs-leiter IT & Organisation bei den ADO Gardinenwerken

"Wir haben lange Jahre hinweg mit individuell, intern erstellten Anwendungen auf einem iSeries-System von IBM gearbeitet und entwickelt. Unterschiedliche Funk-tionen wurden teilweise mit Insellösungen abgedeckt. Es gab aber keine Software, mit der wir durchgängig zentrale Prozesse in der Produktion, dem Einkauf, dem Warenlager oder dem Vertrieb abdecken konnten", erläutert Gerald Jungeblut, Leiter Organisation und IT bei ADO. "Bei der Suche nach einer Standardsoftware war schnell klar, dass niemand der großen ERP-Anbie-ter wie SAP oder andere unseren Vorstellungen ent-sprach. "Keiner von Ihnen verfügte nach Angaben von Jungeblut über das branchenspezifische Know-how. In die engere Auswahl kamen letztlich zwei Applikations-partner von Progress Software, die entsprechende Referenzen vorweisen konnten. "Die Entscheidung fiel schließlich zu Gunsten von update texware aus Kulmbach. Ausschlaggebend waren deren Erfahrungen und Kenntnisse des hiesigen Marktes der Heimtextilien-Branche. Zudem gibt es eine gewisse räumliche Nähe von ADO zur update-Niederlassung im 80 Kilometer entfern-ten niedersächsischen Nordhorn. Im Service- und Supportfall gehen wir daher von einer schnellen Reaktion aus", berichtet Jungeblut. Von Anfang an war das Projekt auf mehrere Jahre angelegt - kein Wunder in Anbetracht der umfangreichen und komplexen Geschäftsprozesse, die mit der neuen ERP-Lösung abzubilden waren. "Hier ging es mit Ausnahme der Finanzbuchhaltung um die zentralen Abläufe von der Garnerzeugung über den fertigen Stoff bis zur fertigen Gardine", sagt Jungeblut. "Das betrifft die Warenwirtschaft, die Produktionssteuerung und den Vertrieb auch bei den europäischen Tochterunternehmen." Gemeinsam mit update texware und den Mitar-beitern aus der jeweiligen Fachabteilung wurden die einzelnen Produktionsstufen des vollstufigen Fertigers analysiert und die Datenstrukturen so festgelegt, dass sie einem integrierten ERP-System gerecht werden. Allein die Erhebung bzw. Erfassung der Daten nach der Analyse, insbesondere der Stücklisten und Arbeitspläne, benötigte mehrere Monate. Bei der Analyse bewies die Business Software, was in ihr steckt. Schnell wurde deutlich, dass die Besonderheiten der einzelnen Produktionsstufen mit minimalen Anpassungen abgebildet werden können, wobei die Durchgängigkeit der Information vom Kundenauftrag bis zur Faser gewährleistet wird.

Martin Speidel ist Entwicklungs-leiter und Prokurist bei update texware

Am Anfang stand der große Wurf, der allen Beteiligten zunächst gigantisch erschien. "Wir fingen gemeinsam an, den großen Kuchen in kleine Stücke zu untertei-len", sagt Martin Speidel, Prokurist und Entwicklungs-leiter bei update texware. Aus der Vision der vollstän-digen softwarebasierten Abbildung der Wertschöp-fungskette wurden Teilziele abgeleitet und die dann nach und nach realisiert. "Im Verlauf der gesamten Projektarbeit stellte sich heraus, dass immer wieder einzelne Abläufe nachjustiert werden mussten", kommentiert Jungeblut. "Hier erwies sich die ERP-Software als anpassungsfähig." Nicht nur im Stamm-werk, sondern auch in der Kommunikation mit den Tochtergesellschaften hat ADO alle Prozesse von der Auftragserfassung bis zur -durchführung optimiert und mit der neuen Software abgebildet. Seit Juli 2006 befinden sich alle wichtigen Komponenten der neuen IT produktiv im Einsatz. Die Kernanwendung läuft auf einem Dell PowerEdge 6850 unter Windows 2003 Server. Über ein Virtual Private Network und eine Citrix-Serverfarm in Aschendorf sind ADO-Töchter in Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Polen und Großbritannien an die Lösung angebunden. Insgesamt arbeiten rund 350 Anwender in den Sprachen Deutsch, Englisch und Polnisch damit, davon rund 180 in Aschendorf. Schwerpunktmäßige Einsatzgebiete sind die Fertigung und der Vertrieb, gefolgt von der Logistik. Schnittstellen von texware hat ADO zur Finanzbuchhaltung Navision, dem Versandsystem V-log und einem Archivsystem realisiert, das weiterhin auf der iSeries arbeitet. Außerdem verwendet ADO den EDI-Konverter xFrame von update. Der Druck und Versand der Rechnungen wurden ausgelagert und erfolgen durch einen externen Spezialisiten.

Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Die ADO Gardinenwerke

 

In der Heimtextilbranche sind die ADO Gardinenwerke Marktführer der Bekanntheitsgrad der Marke liegt bei 90 Prozent. Im Stamm-werk in Ascheindorf/Ems werden auf einer Fläche von rund 110.000 m² täglich etwa 10.000 m² Tüll- und Dekostoffe herge-stellt. Hier sind alle modernen Herstellungstechnolgien für die Produktion von Gardinen und Dekorationsstoffen unter einem Dach vereint: Garnspinnerei, Zwirnerei, Weberei, Bandweberei, Wirkerei und Stickerei. Weitere Produktionsstätten befinden sich in den USA und Indonesien. Von den weltweit 1.400 Beschäftigten arbeiten zirka 750 in Aschendorf. Um kurze Lieferzeiten im deut-schen und europäischen Markt einhalten zu können, soll sich daran auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Allein hierzulande beliefert ADO rund 7.000 Waren-häuser, Textilfachgeschäfte und andere Reseller. Weltweit erwirt-schaftet ADO einen 120 Mio. Euro Jahresumsatz.

Artikel als PDF