Anwendertreffen 2017

Innovationen, Weiterentwicklungen und Trends

texware/CS: ERP-Software Textil | Bekleidung; Warenwirtschaft

 

Es ist schon Tradition - das jährliche Treffen der texware/CS-Anwender. Die rund 50 Teilnehmer fanden sich in diesem Jahr am 21. und 22. September im ARVENA Kongress Hotel in Bayreuth zusammen, um sich über Innovationen und Weiterentwicklungen der ERP-Software zu informieren und auszutauschen. Ergänzt wurde das Programm durch externe Vorträge zu aktuellen Trendthemen wie Industrie 4.0 oder GoBD.

 

texware/CS: ERP-Software Textil | Bekleidung; Warenwirtschaft

Donnerstag, 21.09.2017

Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Dr. Michael Schiffmann stand der erste Veranstaltungstag ganz im Zeichen der Industrie 4.0. Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft und die Gesellschaft so grundlegend, wie die Dampfmaschine oder das Fließband. Grund genug auf dieses Thema einzugehen.

Mit der wissenschaftlichen Komponente befasste sich der Vortrag von Frau Dr. Ljiljana Stojanovic, Leiterin der Gruppe Smarte Fabriksysteme des Fraunhofer IOSB. Industrie 4.0 ist ein „Wissensnetz“ – alle Komponenten kommunizieren miteinander. Ziel ist die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette. Durch smarte Algorithmen werden Schwachstellen und Entscheidungsnotwendigkeiten offensichtlich. So können Prozesse und Abläufe optimiert und die Qualität der Produkte verbessert werden.

 

texware/CS: ERP-Software Textil | Bekleidung; Warenwirtschaft

Die praktische Umsetzbarkeit von Industrie 4.0 erklärte Dipl.-Wirtsch.-Ing. Andreas Böhm von der futureTEX Management GmbH / STFI anhand der Vision einer Textilfabrik der Zukunft. Hierzu gibt es ein Forschungsprojekt, an dem auch die update texware GmbH beteiligt ist und texware/CS zum Einsatz kommt. Die Drahtloskommunikation ermöglicht in der Praxis Chargenverfolgung, Transparenz im Informationsfluss als Grundlage für Optimierung, Senkung von manuellen Fehlbuchungen, Schaffung von Voraussetzungen für kontext- und rollenspezifische Assistenzsysteme und Selbststeuerung der Fertigung / Logistik.

 

 

 

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Bedeutet Industrie 4.0 aber nun „Daten sammeln auf Teufel komm raus? Was bringt es wirklich“? Diese und andere Fragen wurden im Anschluss an die beiden Vorträge in einer Podiumsdiskussion erörtert. Die beiden Referenten, sowie Hartmut Frisch, Prokurist der Alfred Apelt GmbH, Carsten Digel, IT-Leiter der Firma Gerhard Rösch GmbH und Dr. Michael Schiffmann führten zusammen mit den Teilnehmern eine lebhafte Debatte. Die Frage nach dem finanziellen Nutzen der „Datensammelwut“ beispielsweise beantwortete Dr. Stojanovic mit der Optimierung der Produktion und der schnellen Reaktionszeit auf Probleme. Die Daten seien notwendig, um zu erkennen, wo die Probleme entstehen. Andreas Böhm gibt zu: Die eigentliche Problematik - vor allem in kaufmännischer Hinsicht - liegt darin, dass der wirkliche Nutzen momentan nicht in Zahlen fassbar ist, sondern sich erst im Lauf der Zeit zeigen wird. Bei diesem ungewissen Ergebnis, erscheint es fraglich, ob und in welchem Umfang Unternehmen Zeit und Kapazität in das „Projekt Industrie 4.0“ investieren – dies wird wohl vorerst Aufgabe von Institutionen wie z.B. Fraunhofer IOSB oder futureTex / STFI bleiben.

 

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Networking bot sich anschließend im Oskar, dem Wirtshaus am Bayreuther Marktplatz, wo der Abend bei fränkischer Küche und lokalen Bierspezialitäten einen gemütlichen Ausklang fand.

 

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Freitag, 22.09.2017

Der zweite Veranstaltungstag startete mit den obligatorischen texware/CS-News. Entwicklungsleiter Martin Speidel stellte zahlreiche Neuerungen und Weiterentwicklungen aus dem Release 17.1 vor, wie beispielsweise:

» Ablage Emails in Dokumentenverwaltung per Drag & Drop
» Anpassung Variantenstamm: Kennzeichnung der Varianten für Artikel/Garne
» Vertrieb - Pflege Zu-/Abschläge für bestimmte Satzarten
» Erweiterung der Kundenauftragsinformation
» Zusätzliche Funktion Kontraktreservierung: Produktion gegen Kontrakt
» Serienkommissionierung (Ausfassen) in der Lieferscheinfreigabe
» Intercompany - Neue Nachrichtenart Order Response ORDRSP
» Interner Bestelltermin im Lieferplan
» .NET - Dispoübersicht steuert Dispodetail-Anzeige
» Verbrauchsbuchungen bei Standard-Rückmeldungen
» Wartung - Wartungsobjekte und -vorgänge mit Verbindung zur QS

 

Besonders gut kam die ergänzende texware/CS-Live-Vorführung von Petra Hoffmann an, die in Echtzeit die unkomplizierte und komfortable Handhabung in der Praxis zeigte und direkt auf Fragen aus dem Publikum einging.

 

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Es folgte ein anschaulicher und praxisnaher Vortrag zu einem eher „trockenen“ Thema: „GoBD – Das Erbe der GDPdU: Betriebsprüfungen der Zukunft“. Dipl.-Kfm. Torsten Kandler von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Rödl & Partner, kennt die Brisanz der Thematik und warnt: „Geben Sie dem Steuerprüfer keine Chance!“ Kein Unternehmen kommt umhin, sich mit den ‚Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff‘ (kurz: GoBD) auseinanderzusetzen. Sind die Voraussetzungen Vollständigkeit, Richtigkeit, Zeitgerechtigkeit, Ordnung und Unveränderbarkeit nämlich nicht erfüllt, verliert die Buchhaltung ihre Beweiskraft, was eine Schätzungsbefugnis des Finanzamtes zur Folge haben kann. Dies gilt es laut Kandler unter allen Umständen zu vermeiden.

 

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Als Highlight des zweiten Veranstaltungstages stellte Stefan Wolfrum live das neue texware/CS-Modul »Musterung« vor:

Musteraufträge sind im Produktionsbetrieb notwendig, um neue Materialien, Dessins oder neue Prozesse zu testen und Musterstücke für Kunden anzufertigen. Muster-Artikel müssen - genau wie produktive Artikel – auf Produktionsmaschinen geplant, gefertigt und dokumentiert werden, was eigentlich je Muster eine eigene Artikelnummer erfordern würde. Dies könnte jedoch das System sehr aufblähen, weshalb in den Stammdaten nur ein Musterartikel angelegt wird und alle die Muster differenzierenden Daten in den Produktionsdaten hinterlegt werden. Auf diese greift dann auch die Musterkalkulation zu, um trotz fehlender Artikelstammdaten die Herstellkosten und Margen ermitteln zu können, die für den späteren produktiven Artikel benötigt werden.

 

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Diesen Spagat schafft das texware/CS-Modul »Musterung«: Musteraufträge können erstellt und nachverfolgt werden, ohne dass für jedes Muster ein eigener Artikel im Artikelstamm angelegt werden muss. Alle Produktionsschritte sind frei planbar, die Muster liegen separat in der Musterverwaltung und tauchen nicht im Artikelstamm auf.

Für nähere Informationen zum texware/CS-Modul »Musterung« bzw. den texware/CS-Release-News 17.1 senden Sie bitte eine Email an info@texware.de.

 

 

 

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer nochmals Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, Kontakte zu knüpfen und sich an den Infopoints der Referenten über die Neuigkeiten und Trends zu informieren.

Wir bedanken uns bei den Referenten, die zum gelungen Ablauf unseres Anwendertreffens mit interessanten Vorträgen beigetragen haben und bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

 

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Im Rahmen unseres Anwendertreffens fand auch die Preisübergabe des iPad-Mini statt, das unter den Teilnehmern unserer diesjährigen Kundenzufriedenheitsbefragung verlost wurde. Das Bild zeigt den Gewinner, Herrn Lothar Schmidt von der Firma Frottana Textil GmbH & Co. KG zusammen mit unserer Glücksfee Tanja Friedrich.